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Meningeom – Studie untersucht Ansprechen auf Gefäßwachstum hemmendes Medikament nach Rezidiv/Progress

Meningeom – Studie untersucht Ansprechen auf Gefäßwachstum hemmendes Medikament nach Rezidiv/Progress
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Neben Operation und Bestrahlung , bzw. dem Verschliessen tumorversorgender Gefässe, steht die Wirksamkeit von Substanzen auf Meningeome unter wissenschaftlicher Beobachtung. So werden Chemotherapien wie z.B. Hydroxyurea (HU) allein oder in Kombination mit Bestrahlung untersucht, aber auch sogenannte „biologicals“. Zu Letzteren gehören u.a. Substanzen, welche das Gefäßwachstum hemmen und so versuchen dem Tumor die für sein Wachstum nötige Energie zu entziehen.

Eine der dabei untersuchten Substanzen behandelt die unten angeführte Studie, zu der Sie der unten angebrachte kostenlose link führt.

Die Untersuchung wurde 2012 im renommierten Journal of Neurooncology publiziert. Beachtenswert hierbei war das gute Ergebnis nach halbjähriger Beobachtungszeit mit einer Kontrollrate von 86%. Die Nebenwirkungen waren meist milde mit Schwerpunkt auf eine Verringerung der weißen Blutkörperchen, wobei durch die teilweise Kombination mit einer Chemotherapie – welche für derlei Nebenwirkungen bekannt wäre –  es nicht vollständig klar eruierbar ist, welche der verwendeten Substanzen welchen Anteil an dieser Nebenwirkung trägt.

Insgesamt wurde bei dieser Studie bislang etwas unter 2 Jahre nachbeobachtet.  Dabei konnte vor allem bei den höhergradigen Meningeomen (°II und °III) im Schnitt eine Hemmung des Tumorwachstums über ca. 16 Monate beobachtet werden.

Einschränkend sollte erwähnt werden, dass lediglich 14 PatientInnen untersucht werden konnten. Dies liegt u.a. auch an der geringen Anzahl von Menschen, welche von solch einer Situation betroffen sind.

Der Originalartikel ist in englischer Sprache verfasst und kann über den nachfolgenden link nachgelesen werden.

Ihr

Dr. D. Kuczer

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