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Wie man Übelkeit bei der Chemotherapie vermeiden kann

Wie man Übelkeit bei der Chemotherapie vermeiden kann
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Übelkeit kann am Besten vermieden werden, wenn man sie behandelt BEVOR sie entsteht.

Gerade bei Chemotherapien, die sich über einige Monate ziehen ist es wichtig frühzeitig -am Besten kurz vor dem Beginn der Chemotherapie – mit der Behandlung zu beginnen. Denn wenn die Übelkeit erst einmal begonnen hat, ist sie schwer zu kontrollieren …… und kann z.T. über Wochen zu schwerwiegenden Problemen führen. So kann der Verlust an Wasser und Blutsalzen die Funktion von Herz und Nieren gefährden. Evtuelle Folge wären längere Krankenhausaufenthalte und künstliche Ernährung.

Gelegentlich vertragen Betroffene die Chemotherapie so schlecht, dass sie die Behandlung abbrechen müssen und dadurch der Erfolg der Therapie gefährdet werden könnte.

 Durch eine optimale Vorbereitung kann viel Leid vermieden werden.

Zu der Vorbereitung gehört eine Schulung in richtiger Ernährung während der Chemotherapie, eine möglichst entspannte und positive Einstellung (hilft sog. antizipatorisches Erbrechen zu meiden) und die optimale medikamentöse  Besänftigung des Übelkeitszentrums im Gehirn (Area postrema).

Zum Teil sollten diese Medikamente bereits kurz vor der 1. Chemogabe eingenommen werden, zum Teil auch über mehrere Tage nach der Chemotherapie –  selbst wenn man sich noch wohl fühlt.

Ob ein Medikament ausreicht, oder eine Kombination unterschiedlicher Präparate sinnvoll ist, hängt von der Art der Chemotherapie und der persönlichen Konstitution des jeweilig Betroffenen ab. Die Entscheidung hierüber sollte von einem erfahrenen Onkologen getroffen werden.

Erfahrungsgemäß werde die ersten Gaben der Chemotherapie besser vertragen als die späteren Zyklen. Das hat zur Folge, dass die Wahl der geeigneten Behandlung im Laufe der Chemotherapieserie wenn nötig mehrfach an die jeweilige Situation angepasst werden sollte.

Auch die Wahl geeigneter Speisen ist während der Chemotherapie wichtig. So sollte eher geruchsarme nicht allzu schwere Kost bevorzugt werden. Gelegentlich ist es auch sinnvoll 5-6 kleine Malzeiten pro Tag in einem abgedunkelten Raum bei geöffnetem Fenster (Frischluft) zu essen, um das Gewicht halten zu können.

Verliert man trotz all dieser Maßnahmen weiterhin Gewicht, so ist eventuell die Einnahme konzentrierter Zusatzkost („Astronautennahrung“) sinnvoll.  

Autor:
OA Dr. David Kuczer

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